Saint-PetersburgKlar+6°C
$ЦБ:76,98ЦБ:92,23OPEC:63,39

Wissenschaftlern an der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg ist es gelungen, den Winterschiffskraftstoff um ein Viertel zu verbilligen

Смышляева Ксения_10022021
© Форпост Северо-Запад

Die Einsparung wird durch ein von der Universität entwickeltes innovatives Additiv ermöglicht.

Am Dienstag, dem 9. Februar, wurde bekannt gegeben, dass im Fachbereich Chemische Technologien an der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg synthetische Additive entwickelt wurden, die die Tieftemperatureigenschaften des Kraftstoffes erheblich verbessern.

Die vorläufigen Produktionskosten eines solchen Additivs betragen 150-200 Rubel pro Kilogramm. Der Verkaufspreis der ausländischen Gegenstücken von vergleichbarer Qualität liegt im Bereich von 500 bis 600 Rubel pro Kilogramm. Darüber hinaus werden durch die Verwendung von diesen von der Bergbau-Universität entwickelten Additiven die Produktionskosten für die Herstellung von Winter- und arktischen Schiffskraftstoffsorten erheblich gesenkt. Setzt man dem Kraftstoff einprozentiges Additiv zu, werden die Produktionskosten um 20-25% reduziert.

Parallel zur Arbeit an den Additiven lösen die Wissenschaftler an der Bergbau-Universität ein dringendes Problem, umweltfreundlichen Schiffskraftstoff mit niedrigem Schwefelgehalt herzustellen. Die Forschung wird von Doktorandin Ksenija Smischlajewa unter der Leitung von Dr. sc. techn. Natalia Kondraschowa erfolgreich durchgeführt.

Application of a Ternary Phase Diagram To Describe the Stability of Residual Marine Fuel

Derzeit fehlen in Russland wirksame Technologien zur Herstellung hochwertiger schwefelarmer Schiffskraftstoffe, die den seit Anfang 2020 immer strengeren Umweltanforderungen entsprechen würden. Heute soll der Schwefelgehalt im Kraftstoff den Wert 0,5% nicht überschreiten. Zuvor lag der Schwellenwert bei etwa 3,5%. Die Anforderungen wurden von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization, IMO) gemäß dem Internationalen MARPOL Übereinkommen eingeführt. Dieses Übereinkommen legt eine Reihe von Maßnahmen zur Verhinderung der Wasserverschmutzung während des Betriebs von Schiffen fest.

Die Artikel über die Forschungsergebnisse von der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg wurden in Zeitschriften des ersten und zweiten Zitierungsquartils veröffentlicht, die in den wissenschaftlichen Datenbanken Scopus und Web of Science indexiert sind. Überdies wird es mit russischen Ölraffinerien über die Einführung dieser innovativen Technologie in die Produktion verhandelt.

Functional influence of depressor and depressor-dispersant additives on marine fuels and their distillates components

Es sei auch erwähnt, dass im Januar eine Forschungsgruppe an der Staatlichen Technischen Universität Kusbass die Technologie der Ölfilmsorption auf der Oberfläche von Gewässern entwickelt hat, die vergleichbare Technologie weltweit übertrifft.