Saint-Petersburgleichter Regenfall+4°C
$ЦБ:73,75ЦБ:89,67OPEC:64,00

Polen ist bereit, auf die internationale UNESCO Zertifizierungssystem von Bergbauingenieuren umzustellen

Краковская горная академия
Фото © Akademia Górniczo-Hutnicza w Krakowie

Heutzutage versucht Europa, das Bildungssystem mit den geschäftlichen Anforderungen zu synchronisieren.

Nach Jerzy Lis, Rektor der AGH Wissenschaftlich-Technische Universität Krakau, der am internationalen Online-Forum "Fortgeschrittene Ingenieurkompetenzen – die Zukunft der Bergbauindustrie" teilnahm, beabsichtigt Polen, der internationalen UNESCO Zertifizierungssystem von Bergbauingenieuren beizutreten.

Er erklärte, dass Polen über ein von der Regierung genehmigtes nationales Bildungssystem der Vorbereitung von Spezialisten in der Bergbau-Industrie verfügt, und zwar über das "Industrielle Qualifikationssystem für den Bergbausektor". Allerdings "gibt es ständige Diskussionen darüber, wie die Bergbaukompetenzen weiter verbessert werden können.

Краков
© Общественное достояние

"Die Entstehung (des nationalen Bildungssystems – Kommentar von der Redaktion) lässt sich durch den Mangel an qualifizierten Ingenieuren und Technikern erklären, oder, genauer gesagt, durch die Diskrepanz zwischen deren Kenntnissen und der sich immer verändernden Produktion. Es ist nicht genug für die Arbeitgeber, dass ein Bewerber die AGH Wissenschaftlich-Technische Universität Krakau, die Universität Breslau oder eine andere Universität absolviert hat. Neben dem Abschluss werden auch zusätzliche Kompetenzen, Fähigkeiten im Produktionsmanagement und Kenntnisse in grundlegenden sowie interdisziplinären technischen Fachgebieten wichtige Voraussetzungen", erklärte Herr Lis.

Der Rektor der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau stellte fest, dass in Polen 150.000 Menschen im Bergbau beschäftigt sind, von denen 30.000 Ingenieure sind. Eine weitere halbe Million arbeitet in Betrieben, die mit spezialisierten Unternehmen zusammenarbeiten. Allerdings herrscht im Land ein großer Mangel an moderne Anforderungen erfüllendem Personal. Der Grund dafür ist keine Übereinstimmung zwischen den Studienplänen und den Anforderungen der sich verändernden Bergbautechnologien. Die industrielle Qualifikationssystem in Polen ist durch das Verständnis entstanden, dass man ein klares und nachvollziehbares System braucht, mithilfe dessen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen jedes Spezialisten schnell und einfach bewertet würden.

онлайн-конференция
Фото © Форпост Северо-Запад /

"Die polnische Regierung hat beschlossen, dass das Bildungssystem acht Niveaus umfassen soll. Dies steht im Einklang mit der Situation in anderen europäischen Ländern und mit der Empfehlung des Europäischen Rates, lebenslanges Lernen zu gewährleisten. Kurz gesagt gibt es folgende Bildungsniveaus: die ersten zwei Niveaus beziehen sich auf die Schule (Kommentar der Redaktion); Berufsausbildung (3); Hochschulabschluss, der bestimmte berufliche Kompetenzen bestätigt, und Weiterbildung durch zusätzliche Kurse (4); Aufbaustudium, wodurch man weitere Erfahrung sammelt (5). Die folgenden drei Niveaus stehen in Zusammenhang mit der Hochschulbildung im Rahmen des Bologna-Prozesses: Bachelor (6), Master (7), PhD-Studium, das die Kombination von technischen und wissenschaftlichen Kompetenzen in den Bereichen Umweltingenieurwesen, Bergbau und Energiewirtschaft umfasst (8)", sagte der Rektor der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau.

Jerzy Lis betonte, er unterstütze natürlich die Bemühungen des Internationalen UNESCO Kompetenzzentrums für bergbautechnische Ausbildung, ein einheitliches internationales System der Zertifizierung von Ingenieuren, das den nationalen Bildungssystemen ähnlich wäre, zu schafften. Und er sei bereit, sich an der Entwicklung einheitlicher weltweiter Schwellenanforderungen an Ingenieure zu beteiligen.

"Die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Bergbau-Universitäten ist für uns sehr wichtig. Und im Namen unserer Akademie möchte ich sagen, dass wir für Partnerschaften und gemeinsame Arbeit offen sind", teilte Jerzy Lis den Teilnehmern des Forums mit.

Краковская горная академия
Фото © Akademia Górniczo-Hutnicza w Krakowie

Dazu trägt auch die Autorität der UNESCO bei, deren Programm der nachhaltigen Entwicklung die Verbesserung der Ingenieurkompetenzen erzielt, sowie die Autorität der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg, auf deren Grundlage das UNESCO-Zentrum gegründet wurde. Darüber hinaus arbeitet die AGH Wissenschaftlich-Technische Universität Krakau schon längst mit der ältesten technischen Universität Russlands zusammen.

Die AGH Wissenschaftlich-Technische Universität Krakau zählt zu den besten europäischen Universitäten und arbeitet eng mit den Hochschulen in Europa und weltweit zusammen. Die Universität besteht aus 15 Fakultäten und zwei Schulen. Mehr als fünftausend Ingenieure und 180 Ärzte absolvieren die Universität jedes Jahr. Die Absolventen werden in 33 Studienbereichen herangebildet, darunter Bergbau und Geoingenieurwesen, Geophysik und Umweltschutz, Bohren, Öl und Gas, Metallurgie und industrielle Computertechnologie sowie angewandte Mathematik.

Studenten und Doktoranden aus St. Petersburg wurden mehrmals mit Preisen in der Großkonferenzen, die an der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau stattfanden, ausgezeichnet. Jedes Jahr absolvieren sie Praktikum in Krakau, wo sie nicht nur die Universität, sondern auch die Produktionsstätten der größten polnischen Unternehmen kennenlernen, darunter ist beispielsweise die FAMUR-Unternehmensgruppe, die seit mehr als hundert Jahren mechanisierte Klär- und Bergbau-Anlagen, unterirdische und Bodentransportsysteme herstellt. Ein anderes Großunternehmen Conbelts S.A. ist Hersteller der Förderbänder für Kohlengruben.

Аспиранты
Фото © Александр Игнатович
Краков
Фото © Форпост Северо-Запад /
Краков
Фото © Форпост Северо-Запад /

Polnische Studierende nehmen wiederum an den von der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg veranstalteten Sommerschulen teil. Besonders beliebt ist der Kurs "Moderne Technologien zum Bohren von Brunnen, Transportieren und Lagern von Öl und Gas". Ein Teil des Praktikums findet am Bildungs- und Forschungsstandort der Bergbau-Universität Sankt Petersburg "Erdölsucher" statt. Der Standort ist mit modernen Bohr-, Ölfeld- und Forschungsgeräten ausgestattet, und zwar mit automatisierten geophysikalischen und hydrodynamischen Anlagen, Simulatoren für den Betrieb und Erschließung von Bohrlöchern. Und was die Produktionsstätten betrifft, ist die U-Bahn sehr angesehen.

метро
Фото © Форпост Северо-Запад /
краковская академия
Фото © Форпост Северо-Запад /
поляки
Фото © Форпост Северо-Запад / Мария Сулимова
поляки
Фото © Форпост Северо-Запад /

Die Zusammenarbeit zwischen den russischen und polnischen Universitäten wird voraussichtlich durch die Schaffung eines Konsortiums von Universitäten "Bodenschätze" erweitert. Das Konsortium strebt die Erhöhung der akademischen Mobilität bzw. die Verbesserung vom Studentenaustausch durch Sommerschulen und Doppelabschlussprogramme an.

Es sei bemerkt, dass unter den Teilnehmern am Online-Forum "Fortgeschrittene Ingenieurkompetenzen – die Zukunft der Bergbauindustrie" waren Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg Wladimir Litwinenko, stellvertretender UNESCO Generaldirektor Shamila Nair-Bedouelle, stellvertretender Energieminister der Russischen Föderation Anastasia Bondarenko, Generaldirektor der Russischen Gasgesellschaft Roman Samsonow, CEO des britischen Institutes IOM3 Colin Church, Shell-Vorsitzender in Russland Sederik Kremers, Generaldirektor des World Petroleum Council Pierce Riemer, Rektor der Montanuniversität Leoben Wilfried Eichlseder (Österreich), Rektor der Chinesischen Universität für Bergbau und Technologie Song Ksyufeng, Präsident der Kohlevorbereitungsgesellschaft Indiens Raj Kumar Sachdev, Dekan der Fakultät Ingenieurwesen und Technologie (School of Engineering and Technology) an der Central Queensland University in Australien Steve Hall, Dekan der Fakultät Bergbau und Markscheidekunde (Department of Mining and Mine Surveying) an der Universität Johannesburg Hendrik Grobler, Bergbauberater am Department für internationalen Handel der britischen Regierung Darrin Quale, Professor der Bergbaufakultät (Camborne School of Mines) an der Universität Exeter John Coggan, Geschäftsführer von SIBUR Rustam Galiakhmetow und viele andere renommierte Experten.