Die Regierung der Russischen Föderation und UNESCO haben die Vereinbarung über die Gründung des Kompetenzzentrums in Sankt Petersburg unterzeichnet

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Im Kompetenzzentrum können die Fachleute in der Rohstoffgewinnungs- und Aufbereitungsindustrie, sowie die Universitäten und Lehrkräfte zertifiziert werden. Hier wird ebenfalls an der Anpassung der Studienpläne und Angleichung der Anforderungen von Rohstoffuniversitäten weltweit gearbeitet.

«Wir freuen uns auf die Gründung von diesem Zentrum, es wird der Festigung der Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation dienen. Ich nehme an, es wird zur Steigerung der Qualität der Ausbildung im Bereich Ressourcen weltweit beitragen» – betont Audrey Azoula

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Die Experten sprechen auch von der Bedeutsamkeit der Vereinbarung zwischen der Regierung der Russischen Föderation und UNESCO, die Gründung von der neuen Struktur wird das Niveau der Ingenieurausbildung in Russland und weltweit steigern.

Minister für Enegrie der Russischen Föderation hat nach der Unterzeichnung der Vereinbarung betont, dass die gruendunmg des UNESCO-Kompetenzzentrums eine wichtige strategische Aufgabe ist. “Das Kompetenzzentrum wird zum Plattform für akademischen Austausch. Die Hauptmission ist die Ausbildung von Fachleuten im Rohstoffbereich. Die werden schon seit 245 Jahren in der Bergbauuniversität St. Petersburg ausgebildet, deswegen wird das Kompetenzzentrum gerade an diesem Standort gegründet. Die Bergbauuniversität gilt als eine der besten technischen Universitäten Russlands und genießt einen guten Ruf weltweit“.

Die Bergbauuniversität St. Petersburg erhielt 2018 beim QS World University Rankings by Subject den 16. Platz. Der Rektor Wladimir Litwinenko spricht von dem großen Unterschied von Studienplänen verschiedener Universitäten in diesem Bereich. Er hält für sehr wichtig, sie anzupassen, unter der Berücksichtigung, dass Mangel an Fachleuten im Rohstoffbereich die Entwicklung der nationalen Volkswirtschaften zögert. Dabei werden die Anforderungen an diese Fachleute immer strenger. Außerdem ist dieser Mangel oft der Grund für Unfälle und Umweltkatastrophen.

Литвиненко
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«Wir entwickeln ein System, das ähnlich dem im Flugwesen ist. Der Absolvent arbeitet in einem Betrieb zwei oder drei Jahre, danach belegt einen monatlichen Kurs für berufliche Standards und erhält ein weltweit geltendes internationales Fachzertifikat. Der zertifizierte Fachmann kann z.B. auf einem Erdölbohrloch oder einer Bohranlage im Wert von 20 Mio. US Dollar sicher arbeiten», - sagt Wladimir Litwinenko.

Die auf der Integration von Universitäten und Unternehmen des Mineral-Rohstoffkomplexes basierte Forschung ist noch eine wichtige Aufgabe des Kompetenzzentrums. Im Rahmen der neuen Struktur wird geplant, etwa 50 internationale wissenschaftliche Zentren zu schaffen mit den Standorten weltweit.

Die führenden Ressourcenuniversitäten sind bereit, an der Arbeit des internationalen UNESCO-Kompetenzzentrums teilzunehmen. Darunter sind TU Bergakademie Freiberg (Deutschland), Montanuniversität Leoben (Österreich), Universitäten aus Kanada, Australien, China.

Noch im Jahre 2016 im Rahmen der ersten Konferenz von Rektoren der Ressourcenuniversitäten, die in Sankt Petersburg stattfand, wurde beschlossen, das Vorhaben der Bergbauuniversität St. Petersburg zu unterstützten. Die Rektoren von 135 Universitäten aus 60 Ländern waren einstimmig. In demselben Jahr traf die Bergbauuniversität eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit dem britannischen Institut IOM3. Das ist der älteste renommierte Verein in Westeuropa im Bereich von Bergbau und Hüttenwesen. Diese Vereinbarung gewährleistete die internationale Anerkennung des Status “Fachingenieur”, der den Fachkräften nach der Attestierung im Kompetenzzentrum verliehen wird.

Литвиненко и Бокова
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Auch UNESCO unterstützte dieses Projekt und die Ex-Leiterin dieser Organisation Irina Bokova betonte, dass “dieses Zentrum ein wichtiger Teil der Realisierung der von UNO bestimmten Ziele wie Qualitätsverbesserung der Ausbildung, Klimawandel, Schutz und Regeneration der Ökosysteme” sein wird.

Die Bergbauuniversität St. Petersburg hat zurzeit die erforderliche Infrastruktur für die erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums. Es sind schon die Arbeitsgruppen mit den Vertretern aus Deutschland, Österreich, Australien gebildet. Sie erarbeiten die allgemein anerkannten Studienpläne, die nach der offiziellen Eröffnung des Kompetenzzentrums eingesetzt werden.

Die Idee über die Gründung des UNESCO-Kompetenzzentrums in der Bergbauuniversität unterstützten nicht nur Rektoren der meisten führenden Rohstoffuniversitäten, Vertreter der Forschung, sondern auch viele Politiker. Der Ex-Außenminister der BRD Sigmar Gabriel besuchte am 29. November 2017 die X. Deutsch-Russische Rohstoffkonferenz in Sankt Petersburg, wo die Gründung des Kompetenzzentrums diskutiert wurde. Er betonte, dass „die vorliegenden Fragen aktuell für russische sowie für deutsche Wirtschaft sind.”

Zu Mitglieder des Verwaltungsrates vom UNESCO-Kompetenzzentrum werden große Unternehmen, solche wie ВР, Shell, Schneider Eletctric, Orica, Total und zwei japanische Korporationen.

Die Vereinbarung zwischen der Regierung der Russischen Föderation und UNESCO unterzeichneten neben Audrey Azoulay, Alexander Novak und Wladimir Litvinenko auch Dauervertreter der RF in UNESCO Alexander Kusnetsov und Verantwortlicher Sekretär der UNESCO-Kommission der RF Grigorij Ordschonikidse.

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